TRANSFER

Fotos VOLKO LIENHARD

Transfersicherung | Nachhaltigkeit durch digitale Tools

Neulich traf ich in der City einen Workshop-Teilnehmer auf der Strasse. Ich konnte mich noch gut an ihn erinnern, obwohl ich ihn im Workshop als eher zurückhaltend, beinahe ein wenig schüchtern, wahrgenommen hatte. Deshalb war ich zunächst überrascht, mit welcher Begeisterung er über die gemeinsame Veranstaltung sprach, die nun schon einige Monate zurücklag.

Es war toll zu hören und zu sehen, wie er sich auch noch im Nachgang mit den erarbeiteten Inhalten auseinandergesetzt hatte. Stolz präsentierte er mir, was er in der Zwischenzeit mit dem Smartphone und den Workshop-Apps produziert, archiviert und offenbar auch reflektiert hatte. Es ist immer ein tolles Gefühl, wenn man spürt, dass man einen Workshop-Teilnehmer nachhaltig erreicht hat.

Später in der U-Bahn musste ich genau darüber ein wenig schmunzeln. Jeder Workshopleiter wünscht sich, dass der Transfer in die Praxis wirklich klappt. Und natürlich ist das auch das erklärte Ziel des Kunden. Oft genug aber wird die anfängliche Euphorie einer Weiterbildungsmaßnahme schon bald durch den ganz normalen Arbeitsalltag ausgebremst. Die Personaldecken sind dünn geworden und viele Mitarbeiter haben häufig keine Zeit, ihre Ergebnisse am Arbeitsplatz aufzuarbeiten oder in die eigene Praxis zu übersetzen.

Arbeitet man aber mit digitalen Medien, wie dem Smartphone oder dem Tablet ist die Transfersicherung um einiges wahrscheinlicher.

Man muss sich nur einmal in Bus und Bahn umschauen, auf Bahnhöfen und Flughäfen – überall beschäftigen sich Menschen mit ihrem Smartphone oder Tablet. Manchmal gezielt, manchmal eher um Langeweile zu vermeiden. Diese Zwischenzeiten sind ideal, um sich mit den Inhalten meiner Veranstaltungen zu beschäftigen.

Lästige Wartephasen werden zu sinnvoll genutzter Zeit – und im besten Fall bringt das Ganze sogar noch Spaß. „So werde ich nie einen Follow-up für meine Workshops verkaufen“, dachte ich. „Mies gelaufen“. Bzw. genau richtig!